Sammy sucht noch ein Zuhause

  • Rasse: Mittelspitz
  • Alter: geb. 27.01.2016
  • Geschlecht: männlich

Sammy stammt aus dem Tierheim Neuwied und wird seit Ende Februar 2020 bei uns im HuKo-Projekt trainiert. Die ehemalige Besitzerin des Mittelspitzrüden, eine ältere Dame, musste Sammy leider aus gesundheitlichen Gründen im Tierheim Neuwied abgeben. Die Frau, die den Hund als Welpen bekommen hat, war bereits mehrfach von ihm gebissen worden. Zu den Vorfällen kam es bei den Versuchen Sammy zu bürsten oder ihm Dinge wegzunehmen.

Im HuKo-Training soll der Rüde nun lernen, dass auch Fellpflege etwas Tolles sein kann und man diese nicht einfach ertragen muss. Über ein Medical-Training sollen seine Emotionen in Verbindung mit diesen Manipulationen zum Positiven verändert werden. Zudem wird er lernen, dass seine Signale nicht übersehen werden und er Einfluss auf das hat, was mit ihm passiert. So erkennt er, dass er verstanden wird, ein Mitspracherecht hat und eine für ihn unangenehme Situation beenden kann, ohne mit Abwehrschnappen oder gar Beißen reagieren zu müssen. Sammy verfügt nur über minimale Frustrationstoleranz und das Training muss in winzigen Schritten erfolgen.

Bei der Eingangsuntersuchung waren Schmerzen im Bereich der Brustwirbelsäule und Auffälligkeiten im Gangbild beobachtet worden. In Absprache mit dem Tierheim Neuwied wurde Sammy daher am 2. März, also kurz nach seiner Ankunft im Tierheim Kaiserslautern, in einer Tierklinik vorgestellt. Dort wurde festgestellt, dass er beidseits einen Kreuzbandriss hat. Noch am gleichen Tag wurde das linke Knie operiert. Aufgrund der OP und der COVID-19-Pandemie war es nun etwas still um Sammy geworden, da der Heilungsverlauf auch Einfluss auf das Training hatte. Im April wurde dann das rechte Knie operiert und mittlerweile hat sich Sammy erholt und das Training konnte beginnen.

Warum ist Sammy aus den vielen Bewerbungen ausgewählt worden?
Wir glauben, dass Sammy eine sehr gute Chance hat über das Projekt schnell vermittelt zu werden. Das ist einer der Gründe warum er aus der Vielzahl der Bewerbungen ausgesucht wurde. Durch das Projekt HuKo kann sehr viel Trainingszeit investiert werden, eine Ressource an der es in den Tierheimen (so auch aufgrund der sehr geringen Personaldecke in Neuwied) meist fehlt. Wenn der Anfang im Training gemacht ist, dann kann auf dieser Basis, sehr gut zusammen mit Interessenten für den Rüden, weiter trainiert werden. Auch diese tolle Option bietet uns das Projekt HuKo. Wir freuen uns daher schon bald über Anfragen für den hübschen Spitzrüden.